Gummibärchen

„Ich liebe Dich“ hatte sie unvermittelt eine gefühlte Ewigkeit nach ihrem ersten Fick gesagt. Es hatte so belanglos angefangen wie vieles, wenn man jung ist. Eine Laune nach einer durchtanzten Nacht. Nichts spektakuläres; ein paar Wochen später stand sie mit ihren Sachen vor seiner Tür. Einzug. Gemeinsam einsam, zweisam zuweilen.

„Ich liebe Dich“, sprach der Schmollmund erneut. Lächelnd sortierte sie Gummibärchen auf seinem Bauch. Die roten mochte sie besonders. Provozierend kreiste ihr Schoß auf seinem. Die grünen am zweitliebsten. „Smells like Sex and Candy“, dachte er und rollte sich unter ihr hervor aus dem Bett.

Später ging sie nach Bonn zum studieren. Er kaufte zehn Kilo Gummibärchen und sortierte sie nach Farben. Zwei große Gläser voll. Rote und grüne. Die anderen aß er.

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